Wenn der Lesefluss gestört wird …

Wenn der Lesefluss gestört wird …

Ich liebe es ja durchaus Bücher zu lesen, die abseits von den großen Verlagen erscheinen. Wie zum Beispiel das Buch „Steine schmeißen“, zu dem es hier später noch eine Buchbesprechung geben wird. Was mich aber stört, ist, wenn der Lesefluss immer wieder unnötig gestört wird. Nein, ich breche kein Buch ab, weil es ein paar Fehler enthält, aber umso komprimierter die Geschichte ist, umso schwerer wird das verstehen, wenn da plötzlich irgendwo Anführungszeichen auftauchen, die dann nirgendwo enden, wenn Sätze auf einmal keinen wirklichen Sinn ergeben, wenn plötzlich nicht mehr klar ist, von wem geschrieben wird. Da kann ein 230 Seiten Buch dann auch schon einmal 4 Wochen Lesezeit in Anspruch nehmen und am Ende immer noch ein Rätsel sein!

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann aufgehört wurde, mit Lektor*innen zu arbeiten. Wobei in vielen Fällen schon ein einfaches und aufmerksames Gegenlesen von zwei, drei anderen Personen hätte ausreichen können, um fehlende Satzzeichen oder Buchstaben zu entdecken, um zu sehen, dass da eine Stelle ist, die etwas verwirrend ist. Das macht es doch für alle leichter, ein komplexes Buch – und auf 230 Seiten einen ganzen Tag und dahinter noch die Geschichte von ein paar Jahren zu komprimieren ist sehr komplex – zu lesen.

Es geht mir nicht um das fehlerfreie Buch, da müsste ich mir an der eigenen Nase ziehen, denn meine E-Books sind auch nach so langer Zeit noch nicht fehlerfrei, aber es geht darum, nicht das Potenzial eines Buches zu beschädigen, nur weil der Text zu wenig aufmerksam gelesen wurde, bevor es in die Veröffentlichung ging. Ich habe zumindest die Ausrede, dass bei mir kein Verlag hinter meinen E-Books steht, dass ich zu wenige Menschen kenne, die das lesen, was ich schreibe, aber in einem Verlag sollte es ja schon genau diese Menschen geben. Menschen, die sich mit den Texten auseinandersetzen und dann wird es halt schon irgendwann nervig, wenn andauernd der Lesefluss unterbrochen wird.

So, jetzt habe ich mich aber genug aufgeregt. Wir lesen uns in ein paar Tagen wieder, wenn ich hier die Buchvorstellung von „Steine schmeißen“ veröffentliche, auch wenn ich das Buch wahrscheinlich so überhaupt nicht verstanden habe.

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